ZAZH

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne senden wir Ihnen heute den ersten Newsletter des ZAZH – Zentrum Altertumswissenschaften Zürich für das Jahr 2026.

In diesem Jahr wird das ZAZH zur Jahresmitte in das neu gegründete IAKA (Institut für Klassische Archäologie, Klassische Philologie und Altertumswissenschaften) überführt und darin aufgehen. Es besteht in seiner bisherigen Form noch bis Ende Juli. Im neuen Institut werden die bisherigen Aktivitäten jedoch in ähnlichen und neuen Formaten weitergeführt und weiterentwickelt.
Über die Aktivitäten in der zweiten Jahreshälfte bleiben Sie weiterhin informiert: Dieser Newsletter hält Sie auch künftig über die Altertumswissenschaften in Zürich auf dem Laufenden – dann unter dem Dach des IAKA.

Das letzte Jahr des ZAZH steht im Zeichen des Themas „Homo Faber – Antike Arbeitswelten zwischen Abhängigkeit und Freiheit“. In unseren Aktivitäten greifen wir diesen Fokus auf und widmen uns antiken Arbeitswelten aus unterschiedlichen Perspektiven. Zum Auftakt unserer 8. interdisziplinären Ringvorlesung laden wir Sie am 17. Februar 2026 zum Eröffnungspodium „Werke und Tage. Arbeit zwischen Antike und Gegenwart“ mit Prof. Dr. Robert Pfaller (Linz) und Prof. Dr. José Luis Alonso (UZH) in der Aula ein.

Bereits am 7. Februar 2026 haben Sie die Gelegenheit, am Orelli-Tag das neue Institut IAKA kennenzulernen. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden auch die ZAZH-Preise des Jahres 2025 für die beste Masterarbeit und für ein besonders vielversprechendes Nachwuchsprojekt vergeben.

Wie üblich sind alle Hinweise dieses Newsletters auch auf unserer Homepage www.zazh.uzh.ch zu finden. Ab der Mitte des Jahres finden Sie alle Informationen und Aufzeichnungen unter www.iaka.uzh.ch.

Wir wünschen Ihnen allen einen guten Jahresbeginn und würden uns freuen, Sie auch 2026 wieder bei der einen oder anderen unserer Veranstaltungen begrüssen zu dürfen!

Mit herzlichen Grüssen,
ZAZH – Zentrum Altertumswissenschaften Zürich, UZH
Prof. Dr. Felix Maier, Vorsitzender ZAZH
Prof. Dr. José Luis Alonso, Stellvertretender Vorsitzender ZAZH
Dr. Schirin Ghazivakili, Geschäftsführerin ZAZH
Dr. Arne Reinhardt, Oberassistent ZAZH

Februar 2026
Donnerstag, 5. Februar ab 14:15 Uhr bis Freitag, 6. Februar 2026 17:30 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 73, Raum: RAK-E-6 Workshop "BildTechnik"
Am 5. und 6. Februar 2026 findet am Fachbereich Klassische Archäologie der Workshop „BildTechnik. Archäologische Visualisierungskulturen im Wandel“ statt. Gäste, insbesondere Studierende sind herzlich willkommen. Interessierte Zuhörer:innen werden um eine kurze Anmeldung gebeten.
Samstag, 7. Februar 2026, 14 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 71, Raum: KOL-G-201 (Aula) Orelli-Tag
Der 16. Orelli-Tag widmet sich der Vorstellung des neuen Instituts für Archäologie, Klassische Philologie und Altertumswissenschaften (IAKA). Der Festvortrag mit dem Titel „Die Welt ist gerade genug. Zur historischen Semantik des Begriffs Oikumene“ wird von Prof. Dr. Hans-Ulrich Wiemer (Erlangen) gehalten. Anschliessend erfolgt die Übergabe der ZAZH-Preise 2025 sowie ein Apéro im Lichthof.
Montag, 9. Februar 9 Uhr bis Mittwoch, 11. Februar 2026 15:30 Uhr, Raumangabe siehe VVZ Workshop für Doktorierende
Vom 9. bis 11. Februar findet ein Workshop für Doktorierende zum Thema „Digital Critical Editions: From Encoding to Visualisation“ mit Prof. Emanuela Colombi (Udine) statt.

Dienstag, 17. Februar 2026, 18:15 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 71, Raum: KOL-G-201 (Aula)
 ZAZH-Ringvorlesung "Homo Faber"
Auf dem diesjährigen Eröffnungspodium spricht der Philosoph Prof. Dr. Robert Pfaller (Linz) mit Prof. Dr. José Luis Alonso (ZAZH) über „Werke und Tage. Arbeit zwischen Antike und Gegenwart“.

Dienstag, 24. Februar 2026, 18:15 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 69, Raum: SOC-F-106
 ZAZH-Ringvorlesung "Homo Faber"
Prof. Dr. Andreas Victor Walser spricht zu „Geteilte Arbeit – Aspekte der Arbeitsorganisation in der griechischen Antike“.
März 2026
Montag, 2. März 2026, 17 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 71, Raum: KOL-G-201 (Aula) Antrittsvorlesung
Die Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Nesina Grütter (Theologisches Seminar) trägt den Titel „Live(r) Science: Post*biblische Perspektiven auf Hepatoskopie“.

Dienstag, 3. März 2026, 18:15 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 69, Raum: SOC-F-106
 ZAZH-Ringvorlesung "Homo Faber"
Prof. Dr. Roger Rudolph teilt mit uns „Aktuelle Brennpunkte im schweizerischen Arbeitsrecht“.
Mittwoch, 4. März 2026, 18:15 Uhr, Universität Zürich-Zentrum, Raumangabe folgt Vorträge im Rahmen der Hellas
Prof. Dr. Stefan Rebenich (Bern) hält einen Vortrag über „Aufbruch zu neuen Ufern? Die Altertumswissenschaften in den 1920er Jahren“. Zuvor findet die Mitgliederversammlung statt (Beginn: 17.45 Uhr).

Dienstag, 10. März 2026, 18:15 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 69, Raum: SOC-F-106
 ZAZH-Ringvorlesung "Homo Faber"
Prof. Dr. Anke Walter hält eine Vorlesung zu „Die Arbeit an einem Gesamtwerk – Statius und sein Œuvre“.

Dienstag, 17. März 2026, 18:15 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 69, Raum: SOC-F-106
 ZAZH-Ringvorlesung "Homo Faber"
„Arbeit ist etwas Gutes, etwas Göttliches“ - Prof. Dr. Tobias Jammerthal spricht in unserer Ringvorlesung zu „Huldrych Zwingli und die Wertschätzung nichtgeistlicher Tätigkeit im Protestantismus“.

Dienstag, 24. März 2026, 18:15 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 69, Raum: SOC-F-106
 ZAZH-Ringvorlesung "Homo Faber"
Prof. Dr. Hans-Joachim Voth spricht in seiner Vorlesung über „Knochenarbeit, Zeugenaussagen und der Sinn des Lebens“.
Medien
Zürcher Altertumswissenschaften in den Medien

Das Fachportal Altertumswissenschaften in der Schweiz ist neu auf Discord zu finden. Die Plattform bietet allen Fachrichtungen der Altertumswissenschaften einen zentralen Ort für aktuelle Informationen, Veranstaltungshinweise, Stelleninserate und Ausschreibungen aus Archäologie, Numismatik, Klassischer Philologie und mehr. Ob in der Forschung, Lehre, Denkmalpflege oder Vermittlung tätig oder noch im Studium.

Tele Z Aktuell zeigte im November und Dezember eine fünfteilige Serie über die Mumienforschung von Prof. Dr. Frank Rühli an der Universität Zürich.

Videos, Audios und Fotos

Alle unsere Veranstaltungen werden aufgezeichnet. Sie finden jetzt insbesondere die Videopodcasts der ZAZH-Lectures des Herbstsemesters unter Videos und Audio sowie auf unserem Youtube-Kanal.

Wenn Sie die Vorträge lieber nur anhören möchten, finden Sie alle Audio-Dateien auf unserem SoundCloud-Profil sowie auf Spotify.

Neuerscheinungen von ZAZH-Mitgliedern der letzten drei Monate

 Rafael Ferber: The Ignorance of the Philosopher. Why Did Plato Not Write the 'Unwritten Doctrine'? (Baden-Baden: Karl-Alber-Verlag 2025)
In the extensive literature on Plato's “unwritten doctrine” there is still no treatise on the question: Why did Plato not write the “unwritten doctrine”? The present study presents this and can also be read as an introduction to Plato's unwritten philosophy. Drawing on analyses of the decisive passages from the Platonic dialogues, as well as the Seventh Letter, it argues that Plato did not publish the “unwritten doctrine” in writing not only because of the inadequate reception conditions of unprepared readers, but also because he did not claim to have a definitive knowledge of the principles and also therefore could not fix them in writing for the public once and for all. (Quelle: Karl-Alber-Verlag)
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 M. Laura Gemelli-Marciano: Presocratici. Volume III. Sentieri di sapienza dalla Ionia ad Atene: da Anassagora agli atomisti (Milano: Fondazione Valla 2025)
Si prova un’emozione particolare nello sfogliare questo terzo e ultimo volume della grande antologia dei Presocratici curata da Laura Gemelli-Marciano: quella di vedere i «Sentieri di sapienza» convergere infine verso Atene, o comunque verso quei luoghi della Ionia e della Tracia caduti sotto il dominio ateniese. È qui, verso la metà del V secolo, che il “presocratismo” raggiunge, e talvolta persino temporalmente supera, Socrate. Perché se Anassagora, che con il suo spostarsi dalla Ionia ad Atene apre in quest’ultima una via nuova al pensiero, coincide in parte con Socrate, pur appartenendo a una generazione precedente, l’ultimo dei grandi personaggi che compaiono in questo volume, Democrito, è nato poco dopo Socrate ed è ancora vivo quando sulla scena sono già comparsi Platone e Aristotele. Anassagora – del quale fu adepto e amico Pericle, e forse discepolo Euripide – è il vero iniziatore di un nuovo sentiero. Lo riconobbero coloro che sulla sua tomba posero l’iscrizione: «Qui giace Anassagora, che, a causa della verità, molto lontano si spinse fino al confine dell’ordine celeste». Lo affermò la tradizione, derivata da Platone e Aristotele, cosciente del fatto che alle cause materiali come l’acqua o il fuoco, che pur vedeva infinite, egli aveva per primo sostituito il nous (l’intelletto) come principio ordinatore dell’universo. Era un salto di portata enorme, che dava inizio alla speculazione filosofica propriamente intesa. Il fascino che questo volume emana proviene anche dalla distanza che separa Anassagora da Democrito. Se l’uno è in primo luogo meteorologos, l’altro è davvero polymathes: di tutto si occupa, di tutto scrive; è un presocratico più presocratico di tanti suoi predecessori, pur venendo dopo Socrate. Insieme al suo maestro Leucippo, ha introdotto la teoria dell’atomo, che conosce una fortuna straordinaria nell’antichità tramite Epicuro e Lucrezio, e poi resuscita in maniera assai più scientifica in epoca moderna, ai giorni nostri, insieme alla teoria del vuoto. È anche, però, il primo a trattare del poeta e della poesia: «nessuno» scrive Cicerone, attribuendo l’affermazione a Democrito e Platone, «può essere un buon poeta senza invasamento e senza un certo afflato, come di follia». È un’idea che attraverserà i millenni. (Quelle: Fondazione Valla)
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 Magnus Rabel: Der erinnerte Joseph. Eine wandernde Figur und ihre Geschichte in der Hebräischen Bibel, im antiken Judentum und im frühen Christentum (Tübingen: Mohr Siebeck 2025)
Joseph zählt zu den vielseitigsten und wirkmächtigsten Figuren der Genesis. Magnus Rabel zeigt erstmals umfassend, wie Joseph und seine Geschichte in antiken jüdischen und frühchristlichen Quellen immer wieder neu interpretiert und transformiert wurden. Vom weisen Ratgeber über den idealen Staatsmann bis hin zum Tyrannen, Werkzeug Gottes oder typologischen Vorläufer Christi reicht das Spektrum der Josephsbilder. Narratologisch präzise und rezeptionsgeschichtlich differenziert arbeitet die Untersuchung heraus, dass Joseph weniger eine feste Figur als vielmehr eine stets neu akzentuierte Projektionsfläche kultureller und theologischer Diskurse darstellt. Dabei erweist sich die Josephserzählung als Brennpunkt grundlegender menschlicher Fragen nach Fremdheit, Weisheit, Macht und Versöhnung. Joseph wird so zu einem Spiegel erinnerter Identitätsbildung und zugleich zum Vorbild zukunftsgerichteter Identitätssicherung. (Quelle: Mohr Siebeck)
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 Anke Walter: Festivals in Latin Literature. The Poetics of Celebration (Oxford University Press 2025)
Festivals feature prominently in Latin literature, even in works that are not explicitly dedicated to festive days like Ovid's Fasti. Festivals in Latin Literature explores the role of festivals in elegiac, lyric, and epic poetry, as well as historiography. In all of these, festivals play a more pervasive role than has so far been realised. Tibullus' elegiac oeuvre rests on an interplay between amatory and festive poetics that even has a political meaning to it, and Propertius uses festivals in his fourth book of elegies to question, from an amatory perspective, the memory typically associated with some key Roman festivals. In the poetry of Sulpicia and Ovid's Tristia, festivals allow voices that are otherwise marginalised to shape their own fame and commemoration. Horace's Odes and the Carmen saeculare rest on an intriguing interplay of festivity in the private sphere, which forms but a fleeting and precious moment, and the monumentality of public festivals, in which the poet styles himself as a master of Roman time. Post-Vergilian Latin epicists use festivals to explore the fragility of human identity in a world dominated by the gods, in Ovid's Metamorphoses, and to question further the commemoration connected with festive days. In particular, Statius in his Thebaid undermines the foundational importance of festivals in the Aeneid, vividly staging the problematic meaning of festivals that convey a premature commemoration of an epic conflict that is unspeakable (nefas). Finally, in Livy's ab urbe condita and Tacitus' Histories, festivals both provide structure and capture long-term developments in Roman history, including Rome's rise to power and the collapse of its morals, while situating both works in broader historiographical and intertextual dialogues.
(Quelle: Oxford University Press)
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 Cornelia Ritter-Schmalz: Elegie als Medienfiktion. Selbstreflexion in der Buchdichtung des Properz (Basel: Schwabe 2026)
Die Elegien des Properz drehen sich um Liebe, Tod, Freundschaft und Politik am Übergang von der Republik zum Prinzipat. Ebenso ausdauernd erzählt der poeta von seinem dichterischen Schaffen. Mit dem elegischen Narrativ eng verknüpft wird zugleich – nicht weniger dramatisch und radikal poetisch – die Medialität des Gedichtbuches als neues Phänomen der Literaturkultur in Rom verhandelt. Der Band legt den Fokus auf die (Selbst-)Inszenierung von materiellen Texten innerhalb vielfältiger Räume und Beziehungen mit Autor- und Leserinstanzen. Es eröffnen sich neue Perspektiven auf ein in der Forschungstradition als deutungsresistent bekanntes Gedichtkorpus und auf die Elegie als prominente Form augusteischer Poesie. Ebenso regt die Auseinandersetzung mit den Medienfiktionen an zu Fragen nach deren historischen Bedingungen. (Quelle: Schwabe)
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