Publikationen unserer Mitglieder

Samuel Vollenweider, Antike und Urchristentum. Studien zur neutestamentlichen Theologie in ihren Kontexten und Rezeptionen (Tübingen: Mohr und Siebeck 2020)

Vollenweider 2020

Die hier versammelten Aufsätze von Prof. Dr. Samuel Vollenweider bearbeiten zentrale theologische Themen des Neuen Testaments, wie Auferstehung, Monotheismus, Christologie, und ihre Einbettung in die antike Kultur. Ein besonderes Interesse gilt der Theologie des Paulus, dem Stellenwert der antiken Philosophie im Frühchristentum sowie den Rezeptionen biblischer Texte in der Geschichte des Christentums.

Klassik – Kunst der Könige. Kings and Greek Art in the 4th Century BC (Rahden/Westf.: VML Verlag Marie Leidorf 2020)

Kunst der Könige

Dr. Christina Leypold und Dr. Martin Mohr haben zusammen mit PD Dr. Matthias Grawehr und Dr. Ellen Thiermann die Akten einer Tagung an der Universität Zürich herausgegeben, welche der Kunst, der Architektur und dem kulturellen Leben im 4. Jahrhundert v. Chr. gewidmet war.

Le istituzioni di Gaio: avventure di un bestseller. Trasmissione, uso e trasformazione del testo (Pavia: Pavia University Press 2020)

Gaio

Prof. Dr. Ulrike Babusiaux hat zusammen mit Prof. Dr. Dario Mantovani die „Abenteuer“ der Insitutionen des Gaius untersucht, eines Handbuches aus dem zweiten Jahrhundert n. Chr., mit dem viele zeitgenössischen Zivilgesetzbücher verbunden sind.

Mauern gegen Migration? Spätrömische Strategie, der Hochrhein-Limes und die Fortifikationen der Provinz Maxima Sequanorum – eine Auswertung der Quellenzeugnisse (Regensburg: Schnell & Steiner 2020)

Mauern gegen Migration

Dr. Nikolas Hächler und Prof Dr. Beat Näf haben zusammen mit Prof. Dr. Peter-Andrew Schwarz die strategische Funktion der Befestigungen, welche die Römer in der Provinz Maxima Sequanorum bauten, untersucht.

Jörg Frey, Martin Wallraff (Hrsg.), Petrusliteratur und Petrusarchäologie. Römische Begegnungen (Tübingen: Mohr Siebeck 2020)

Petrusliteratur

Die Beiträge dieses Buches behandeln die frühe Petrusliteratur innerhalb und ausserhalb des Neuen Testaments sowie die archäologische und kirchliche Petrustradition in Rom, wie sie seit dem zweiten Jahrhundert bezeugt ist.

Carmina Anacreontea. Griechisch/Deutsch, herausgegeben und übersetzt von Silvio Bär, Manuel Baumbach, Nicola Dümmler, Horst Sitta und Fabian Zogg (Stuttgart: Reclam Hardcover 2014; Paperback, aktualisierte Ausgabe 2020)

Carmina Anacreonta

Aktualisierte Ausgabe der Neuübersetzung von den mehr als 60 Gedichten der sogenannten Carmina Anacreontea, die zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 6. Jahrhundert n. Chr. entstanden sind, und gern bei Gastmählern rezitiert waren.

Leibundgut Wieland, Danielle, Tatton-Brown, Veronica, Nordost-Tor und persische Belagerungsrampe in Alt-Paphos. IV. Skulpturen, Votivmonumente und Bauteile in der Belagerungsrampe (2019)

Paphos

Für die Geschichte und Archäologie der Stadt Alt-Paphos auf Cypern ist die persische Belagerungsrampe beim Nordost-Tor auf dem Marchellos-Plateau von höchstem Interesse. Da die Rampe im Zusammenhang mit einem kurz nach 500 v. Chr. zu datierenden Belagerungskrieg aufgeschüttet wurde, bildet sie einen im archaischen Cypern einzigartigen chronologischen Referenzpunkt. In die Rampe verbaut waren Trümmer eines mutwillig zerstörten Heiligtums mit seinen Votivgaben. Der Band legt dieses ungewöhnliche Fundensemble erstmals in seiner Gesamtheit vor und beleuchtet dessen archäologische und kunsthistorische Bedeutung.

Ritter-Schmalz, Cornelia, Schwitter, Raphael, Antike Texte und ihre Materialität. Alltägliche Präsenz, mediale Semantik, literarische Reflexion (2019)

Materialität

Texte sind im antiken Alltag in vielfältiger Weise materiell präsent: als in Stein gemeißelte Grabepigramme, auf Tonscherben gepinselte Abrechnungen oder in Buchrollen inszenierte Gedichte. Die Materialität der unterschiedlichen Medienformate macht Text überhaupt erst begreif- und lesbar. Darüber hinaus sind die materiellen Dimensionen eines Textes nicht nur untrennbar mit seinen Gebrauchskontexten und Sinnpotentialen verbunden. Die spezifische Semantik des Mediums prägt auch jeden Text und seine Rezeption entscheidend mit. Das Bewusstsein um die zentrale Bedeutung der Materialität zeigt sich in den schrifttragenden Artefakten selbst, spiegelt sich aber ebenso in metapoetischen und -medialen Reflexionen griechischer und römischer Autoren.

Die sechzehn Beiträge des Bandes gehen dem komplexen Zusammenspiel von materieller Präsenz, medialer Semantik und literarischer Reflexion aus der Sicht der Klassischen Philologie, der Alten Geschichte, der Archäologie und der Rechtsgeschichte nach. Die Publikation zielt darauf ab, aktuelle Forschungsansätze zur Materialität antiker Texte zwischen Lebenswelt und Lesewelt in einen interdisziplinären Dialog zu setzen.

SK

Das römische Recht hat die Tradition des Civil law geprägt, aber ohne Zweifel auch das Common law beeinflusst. Die Rechtsinstitute und die rechtliche Argumentation, welche im Corpus iuris civilis gesammelt sind, stehen in Westeuropa seit über tausend Jahren im Zentrum juristischer Studien und bilden auch im Japanischen Recht seit der Meiji-Ära einen wichtigen Bezugspunkt. Allerdings erlaubt das römische Recht nicht nur einen Zugang zu den historischen Grundlagen des modernen Rechtsdenkens; vielmehr kann es auch als Instrument zum tieferen Verständnis und zur Analyse aktueller Rechtsprobleme dienen. Die internationale Tagung an der Universität Kyushu im Februar 2016 verfolgte den Zweck, anhand ausgewählter Rechtsfragen den zeitlosen Wert des römischen Rechts auch für die Herausforderungen der heutigen Jurisprudenz aufzuzeigen.

Schmid, Konrad, Schröter, Jens, Die Entstehung der Bibel Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften (September 2019)

SK

Die Bibel versammelt ganz unterschiedliche Schriften aus über tausend Jahren und wirkt doch wie ein Buch. Wie kam es zu diesem Wunderwerk? Konrad Schmid und Jens Schröter erklären, wie aus alten Erzählungen, Liedern, Weisheitssprüchen und Gesetzten, aus Briefen an frühchristliche Gemeinden und Erzählungen über Jesus in einem langen Prozess heilige Schriften von Juden und Christen hervorgingen,die heute überall auf der Welt gelesen werden. Mit ihrem wunderbar verständlich geschriebenen Buch liegt nach Jahrzehnten erstmals wieder ein Überblick über die Entstehung der Bibel auf dem neuesten Forschungsstand.

Riedweg, Christoph (Hrsg.), Philosophie für die Polis Akten des 5. Kongresses der Gesellschaft für antike Philosophie 2016

SK

Die politische Philosophie der Antike erstreckt sich in ihrer Wirkung und Relevanz bis in die heutige Zeit. Der vorliegende Band versammelt Beiträge zu ihren vorsokratischen Anfängen, zu Platon und Aristoteles als den unumstrittenen Protagonisten sowie zu den hellenistischen Schulen, berücksichtigt aber genauso auch kaiserzeitliche, spätantike und frühislamische Denker. Das antike Nachsinnen über Politik wird in seiner ganzen historischen Breite und in seiner ungebrochenen Aktualität vorgestellt. Die Beiträge der Publikation gehen zurück auf Vorträge, die im Rahmen des V. internationalen Kongresses der Gesellschaft für antike Philosophie (GANPH) 2016 in Zürich gehalten wurden.

Frey, Jörg, Qumran, Early Judaism, and New Testament Interpretation

SK

The articles collected here present the fruits of 25 years of scholarship on Qumran and the New Testament. The author situates the New Testament within the pluralistic context of Second Temple Judaism, presents detailed overviews on the discoveries from Qumran, the source value of the ancient texts on the Essenes, the interpretation of the archaeological site, the various forms of dualism within the texts, the development of apocalyptic thought, Qumran meals, and scriptural authority in the Scrolls. He evaluates the various patterns of relating Jesus and the apostles to the Scrolls or the Qumran community, presents methodological reflections on comparisons and detailed surveys of the most important insights from the Qumran discoveries for the understanding of Jesus, Paul, and the Fourth Gospel. This volume demonstrates how the discovery of the Scrolls has influenced and changed New Testament scholarship.

Schellenberg, Annette, Krüger, Thomas, Sounding Sensory Profiles in the Ancient Near East (2019)

SK

For several decades sociologists and cultural anthropologists have intensively researched the role of the senses in a variety of cultures, and their studies show how diverse cultures understand and evaluate the five or more senses differently. In this collection of eighteen essays, biblical and ancient Near Eastern scholars, as well as cultural anthropologists, apply the questions and methods from anthropological and sociological studies to Israel, Mesopotamia, and Egypt. Experts offer insights into the meaning of the senses in the ancient world, examining the classical senses (seeing, hearing, touching, smelling, tasting) as well as other senses (such as kinesthesis and the sense of balance) and sense-related issues (such as disgust, sensory imagination, and disabilities). This collection provides a stimulus and a basis for students and scholars to explore the senses in the ancient Near East. (open access)

Leuenberger-Wenger, Sandra, Das Konzil von Chalcedon (2019)

KC

In Das Konzil von Chalcedon und die Kirche entwirft Sandra Leuenberger-Wenger anhand der Konzilsakten ein neues Bild von der Bedeutung dieses Konzils für die Kirche. Sie zeigt die Verknüpfung des christologischen Streits mit weiteren kirchlichen Konfliktfeldern wie dem Status und der Autorität einzelner Bischofssitze und des Mönchtums. Die Untersuchung betont die Bedeutung des zweiten Konzilsteils für die Entwicklung der Kirche und macht deutlich, wie die Regulierungen auf kirchenpolitischer und struktureller Ebene die Rezeption des Konzils entscheidend mitbestimmten. Die Auswertung eines breiten Quellenmaterials verortet das Konzil und seine schwierige Rezeption in den spätantiken Transformationsprozessen des Römischen Reichs im Übergang zum Mittelalter und deutet die Konflikte um die Glaubensdefinition im Horizont der umfassenderen Ablehnung einer zunehmend institutionalisierten byzantinischen Reichskirche.

Schmidt, Konrad, Theologie des Alten Testaments (2019)

Kleinepik

Konrad Schmid diskutiert in diesem Band den Theologiebegriff in Anwendung auf die Bibel sowie die Vielgestaltigkeit des biblischen Kanons. Er erhebt weiter die theologischen Prägungen der Bücher und Sammlungen des Alten Testaments und bietet eine Skizze zur Theologiegeschichte des Alten Testaments sowie eine thematisch orientierte Darstellung wichtiger Themen alttestamentlicher Theologie.

Culpepper, R. Alan, Frey, Jörg (Hgg.), Expressions of the Johannine Kerygma in John 2:23 – 5:18. Historical, Literary, and Theological Readings from the Colloquium Ioanneum 2017 in Jerusalem (August 2019)

Expressions

IThe essays in this volume from the 2017 session of the Colloquium Ioanneum in Jerusalem treat aspects of John 2:23–5:18, employing a variety of methods. These early chapters present interpreters with a challenging series of issues, including the strategy of revelation in John 3–4, the characterization of Nicodemus, the only references to the kingdom of God in John, Jesus' role as Son of Man, the erga concept in the Fourth Gospel and the references to John's baptism and Jesus' baptism, the background and universal program of the narrative of the encounter between Jesus and the Samaritan woman, the universal program in John 4, and the harvest proverbs in John 4:35–38. The last two essays explore the characterization of the royal official in John 4:46–54 and the evidence for associating the Pool of Bethzatha with healing. The essays demonstrate the astuteness of an observation made by Adele Reinhartz: the closer we look at a text the more it »pixilates« and the more open to interpretation it becomes.

Kolb, Anne (Hrsg.), Roman Roads New Evidence - New Perspectives (Juli 2019)

Apokalypse

This volume aims to present the current state of research on Roman roads and their foundations in a combined historical and archaeological perspective. The focus is on the diverse local histories and the varying degrees of significance of individual roads and regional networks, which are treated here for the most important regions of the empire and beyond.
The assembled contributions will be of interest to historians, archaeologists and epigraphers, since they tackle matters as diverse as the technical modalities of road-building, the choice of route, but also the functionality and the motives behind the creation of roads. Roman roads are further intimately related to various important aspects of Roman history, politics and culture. After all, such logistical arteries form the basis of all communication and exchange processes, enabling not only military conquest and security but also facilitating the creation of an organized state as well as trade, food supply and cultural exchange. The study of Roman roads must always be based on a combination of written and archaeological sources in order to take into account both their concrete geographical location and their respective spatial, cultural, and historical context.

Frey, Jörg, den Dulk, Matthijs, van der Watt, Jan (Hgg.), 2 Peter and the Apocalypse of Peter: Towards a New Perspective (Juli 2019)

Apokalypse

In the 2016 Radboud Prestige Lectures, published in this volume, Jörg Frey develops a new perspective on 2 Peter by arguing that the letter is dependent on the Apocalypse of Peter. Frey argues that reading 2 Peter against the backdrop of the Apocalypse of Peter sheds new light on many longstanding interpretative questions and offers fresh insights into the history of second-century Christianity. Frey’s lectures are followed by responses from leading scholars in the field, who discuss Frey’s proposal in ways both critical and constructive.

Griechische Kleinepik, herausgegeben und übersetzt von Manuel Baumbach, Horst Sitta und Fabian Zogg (2019)

Kleinepik

Ausgehend von dem beständig wachsenden Interesse an der Gattung Epyllion in der Forschung und mit Blick auf die große Bedeutung und starke Rezeption, die den griechischen Kleinepen seit der Antike zukam und bis in die Moderne fassbar ist, versammelt der Band erstmals in Originalsprache und Übersetzung die sechs wichtigsten, d. h. innerhalb der Gattungsgeschichte bedeutsamsten und zudem über ihre starke Rezeptionsgeschichte nobilitierten Texte: Pseudo‐Hesiods Schild, Moschos' Europa, den pseudo-homerischen Froschmäusekrieg, Triphiodors Eroberung Trojas, Kolluthos' Raub der Helena und Musaios' Hero und Leander. In einem Anhang ist als Rezeptionszeugnis der byzantinische Katzenmäusekrieg beigegeben. Der Band enthält einen Essay zur Entstehungs- und Gattungsgeschichte der griechischen Kleinepik, Einführungen in die einzelnen Werke unter Berücksichtigung ihrer Rezeptionsgeschichte und Anmerkungen mit Sacherläuterungen.

Frey, Jörg, Clivaz, Claire, Nicklas, Tobias (Hgg.), Between Canonical and Apocryphal Texts. Processes of Reception, Rewriting, and Interpretation in Early Judaism and Early Christianity (Juni 2019)

Canonical

The present volume aims at a comparative study of the processes of reception, rewriting and interpretation between canonical and apocryphal texts in early Jewish and early Christian literature. A closer look at the respective developments in both corpora of literature can open up new perspectives for understanding the developments and changes between texts that were already considered authoritative, and their reception in new, 'parabiblical' or 'apocryphal' compositions. The way of reception may also influence the perspective on canonical texts. The range of texts considered includes the LXX, Targumim and Pesharim, books such as Jubilees, the Genesis Apocryphon, the Gospel of Thomas, and Apocryphal Acts, traditions about Esther, Ezra, Manasseh, Peter and Paul, depictions of hell from Enoch to the Apocalypse of Paul, and the development of miracle stories.

Frey, Jörg, Rupschus, Nicole (Hgg.), Frauen im antiken Judentum und im frühen Christentum (April 2019)

Frauen

Der vorliegende Sammelband thematisiert in einem weiten historischen Rahmen die rechtliche und soziale Stellung und Rolle von Frauen im antiken Judentum, im frühen Christentum und in der griechisch-römischen Welt. Herangezogen werden dokumentarische Texte aus Ägypten und der Judäischen Wüste, ausgewählte Texte vom Toten Meer sowie Zeugnisse aus der jüdisch-hellenistischen, frühchristlichen und rabbinischen Überlieferung. Thematisiert werden Fragen der liturgischen und gottesdienstlichen Funktion von Frauen, ihre rechtliche Stellung im Blick auf Ehe und Besitz, Frauenfrömmigkeit und Reinheitspraxis, konkrete Probleme des Alltagslebens, aber auch narrative Rollenbilder und Typisierungen. Die enge Verknüpfung historischer Quellenarbeit mit Ansätzen der Genderforschung dient dabei der präziseren Wahrnehmung der Konstruktion von Frauenbildern und ihrer Wirksamkeit in den verschiedenen antiken Kontexten.

Thommen, Lukas, Archaisches und klassisches Griechenland (März 2019)

Thommen

Die archaische und klassische Zeit Griechenlands stellt mit ihren politischen und geistigen Innovationen ein faszinierendes Kapitel abendländischer Geschichte dar. Einen Höhepunkt bildet im 5. Jh. v. Chr. die athenische Demokratie, deren kulturelle Errungenschaften wegweisend wurden. Diese Epoche des Glanzes war zugleich von vielen kriegerischen Auseinandersetzungen begleitet, die immer wieder zu Leid und Elend führten, aber auch eine vertiefte Beschäftigung mit der menschlichen Existenz hervorriefen.
Das vorliegende Überblickswerk zeichnet die wichtigsten historischen Etappen vom Zeitalter Homers bis zur Niederlage der Griechen gegen die Makedonen (ca. 750338 v.Chr.) nach. Dabei werden grundlegende Prozesse, wie die Entstehung der Polis und des politischen Denkens, nachgezeichnet sowie die wesentlichen Grundzüge der griechischen Gesellschaft und Kultur erläutert.

Frey, Jörg, Popkes, Enno E. (Hgg.), Dualismus, Dämonologie und diabolische Figuren. Religionshistorische Beobachtungen und theologische Reflexionen

Literacy ancient everyday life

Dualistische Weltdeutungen und dämonische oder diabolische Figuren begegnen in frühjüdischen und urchristlichen Texten in großer Zahl und Vielfalt. Der vorliegende Band untersucht den Hintergrund und die Entstehung dieser Vorstellungen im antiken Judentum und erläutert neutestamentliche Überlieferungen im Horizont ihrer frühjüdischen Kontexte. Besondere Beachtung findet dabei die Frage nach den Ursprüngen des Bösen und seiner Überwindung, nach der Stellung eschatologischer Gegenspieler und der Funktion von Dämonen. Textliche Schwerpunkte sind die Schriftrollen von Qumran und andere frühjüdische Texte sowie die Jesusüberlieferung. Abschließend reflektieren vier Beiträge den Stellenwert dämonologischer Vorstellungen in der heutigen theologischen Reflexion und die Möglichkeiten eines praktisch-theologischen Umgangs mit ihnen

Frey, Jörg, Theology and History in he Fourth Gospel: Tradition and Narration

Literacy ancient everyday life

The Fourth Gospel is deeply shaped by its remarkably high Christology. It depicts the earthly Jesus, the incarnate one, as fully divine. This unrelenting Christology has led interpreters, both ancient and modern, to question the historical value of John’s Gospel. For many, the Gospel is just theology. It is to the vexed relationship between history and theology that Jörg Frey turns in Theology and History in the Fourth Gospel.
John’s theological obsession with Christology might suggest that history counts for little in the Gospel. But, as Frey argues, the Gospel’s clear and central claim is that John narrates the story of Jesus of Nazareth, his ministry, and his death, as "factual," and that this narrated "history" is foundational for the Christian message. Frey traces the Gospel’s use of the available historical tradition by chiefly drawing from Mark and the Johannine community. Even if the Gospel of John used this received witness in a remarkably free manner, replotting and renarrating traditional episodes and even creatively staging new episodes, Frey contends that the historical life and person of Jesus remain central to John’s enterprise.
In the end, Frey warns that Johannine interpretation will miss the intention of the Gospel and the interpretive perspective of the evangelist if it remains preoccupied merely with questions of historical accuracy. The interpretive goal is to "let John be John," and, as Frey shows, readers will always yield to the priority of theology over history in the Fourth Gospel. In John's telling of the Christ story, the significance of history lies precisely in its disclosure of theological meaning, just as the significance of the historical Jesus is only understood in the theological language of Christology.

Kolb, Anne (Hrsg.), Literacy in ancient everyday life (2018)

Literacy ancient everyday life

Akten der Tagung "Literacy in Ancient Everyday Life - Schriftlichkeit im antiken Alltag", UZH, 10.-12. November 2016

This volume explores the significance of literacy for everyday life in the ancient world. It focuses on the use of writing and written materials, the circumstances of their use, and different types of users. The broad geographic and chronologic frame of reference includes many kinds of written materials, from Pharaonic Egypt and ancient China through the early middle ages, yet a focus is placed on the Roman Empire.

Inhaltsverzeichnis (pdf)

Marek, Christian, Zingg, Emanuel, Die Versinschrift des Hyssaldomos und die Inschriften von Uzunyuva (2018)

Marek, Zingg

Inmitten der Kleinstadt Milas in der Südwesttürkei, dem antiken Mylasa in Karien, wird seit 2010 ein heiliger Bezirk auf einer erhöhten Plattform ausgegraben. Bei den Grabungen sind zahlreiche Inschriftensteine gefunden worden, die aus verschiedenen Epochen stammen und zumeist in einem sekundären Kontext verbaut waren: Dekrete, Weih-, Ehren-, Bau-, Grabinschriften, Graffiti und andere. Sie tragen viel Neues bei zu der bisher bekannten, reichen Epigraphik der Polis Mylasa. An Bedeutung weit über diese Thematik hinausragend ist die 2014 auf der Plattform entdeckte, 125-zeilige Versinschrift in katalektischen trochäischen Tetrametern, die ein bis dahin unbekannter Dichter namens Hyssaldomos verfasst hat. Sie bereichert die griechische Dichtung um einen außergewöhnlichen Quellentext. Ihre sprachlichen, metrischen, motivischen, kompositorischen und typologischen Besonderheiten, der Inhalt ihrer Erzählung und deren historische Bezüge, Urheber, Kontext und Zweck ihrer ursprünglichen Aufstellung werden das Interesse von Forschern verschiedener Disziplinen der Altertumswissenschaften – Philologie, Geschichte, Archäologie, Religionswissenschaft – auf sich ziehen. Ihre Kommentierung und Interpretation nimmt den größten Teil dieses Buches ein.

Straumann, Benjamin, Crisis and Constitutionalism (seit 2018 im Taschenbuchformat)

Straumann

Roman Political Thought from the Fall of the Republic to the Age of Revolution

Pays attention to the highly juridical and legalized language used by the protagonists of the struggles of the late Republic

Seriously considers the constitutional nature of the arguments made by all sides of the struggles and civil wars accompanying the Republic's collapse

Offers a new perspective on the intellectual history of the late Roman Republic itself, and opens a gap between Roman and Greek political thought

Shows that "classical republicanism" is not a coherent concept and that the civil wars and crises of the late Roman Republic spawned a tradition of political thought, from Cicero to Bodin, Montesquieu and the American Founders, that saw constitutionalism, not virtue, as the remedy to the Republic's fate.

special review issue:

Constitutionalism and antiquity transformation (P. Stringborn)

The ancient constitution and the Roman law: on Benjamin Straumann’s Crisis and Constitutionalism (D. Edelstein)

Straumann’s Roman constitutionalism and Machiavelli’s commentary on the Roman Republic (V.B. Sullivan)

 

Lüscher, Barbara, Der sogenannte „Calendrier Égyptien“ oder die Mumienbinden der Aberuai (BN 89 + BN 229 / Louvre N. 3059 u.a.). Zur frühen Rezeptionsgeschichte eines späten Totenbuches (2018)

Lüscher

The present book offers the first publication of two manuscripts from the collection of the Bibliothèque nationale de France, Paris. While BN 89 is a fragment of a mummy bandage from the Ptolemaic Period, BN 229 is a modern facsimile of a corresponding fragment now in the Louvre (N. 3059), hand-drawn by the famous decipherer of the ancient Egyptian hieroglyphs, Jean-François Champollion. It can be shown that they both belong to the same document, a hieratic Book of the Dead for a lady named Aberuai from Saqqara.

weitere Informationen (PDF, 158 KB) (pdf)

Franceschini, Mariachiara, Attische Mantelfiguren. Relevanz eines standardisierten Motivs der rotfigurigen Vasenmalerei, ZAF 5 (Rahden/Westf. 2018)

Mantelfiguren

Die Mantelfiguren, eines der zentralen Motive der attischen Bilderwelt, sind Gegenstand der Untersuchung des vorliegenden Buchs, in dem ein innovativer Zugang zum Bildsystem der attischen Vasenmalerei vorgestellt wird. Reflektiert man die bisherige communis opinio zu den namenlosen männlichen Himationsträgern, so wird ihre Wahrnehmung von den späteren Bildern, in denen diese Figuren scheinbar isoliert nur auf einer Seite der Vase auftauchen, dominiert, wobei sie sich nur schwer in semantische Kategorien einordnen lassen. Die typologische und semantische Untersuchung dieses Bildmotivs für die attisch-rotfigurige Vasenmalerei des 6.–5. Jhs. v.Chr. zeigt jedoch, dass die Mantelfiguren in ihrer diachronen, bildlichen und semantischen Entwicklung sowohl ein vielfältiges ikonographisches Spektrum, als auch eine relevante kommunikative und inhaltliche Bedeutung aufweisen. Die Auswertung einer umfangreichen und repräsentativen Materialbasis kommt zu dem Ergebnis, dass eines der häufigsten Motive der attisch-rotfigurigen Vasenproduktion in Wirklichkeit nicht nur ein komplexeres und relevanteres Element der antiken Bildsprache war als bisher vermutet, sondern geradezu paradigmatisch ein interpretatives Schlüsselmoment im Verhältnis zwischen Produzent, Betrachter, Objekt und Bildwelt liefert.

Gunther, Martin, The Oxford Handbook of Demosthenes (2018)

Demosthenes

Offers a comprehensive and up-to-date treatment of the many facets of Demosthenes' life, work, and time

Explores not only his oratory, but also his role as a politician in the last days of Athens' Independence

Places particular focus on situating Demosthenes' rhetoric in its social and historical context, illustrating the interplay and mutual influence between his speeches and the environment from which they emerged

Comprises thirty-five chapters written by experts in the field, encompassing a wide range of scholarly traditions and demonstrating the richness and diversity of current work in Demosthenic studies

Riedweg, Christoph, Horn, Christoph, Wyrwa, Dietmar (Hgg.), Philosophie der Kaiserzeit und der Spätantike (2018), in 3 Teilbänden

Riedweg

Mehr als fünfzig international auf ihrem Gebiet führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentieren in diesem fünften und letzten Band der Reihe «Die Philosophie der Antike» das überaus facettenreiche pagane, jüdische und frühchristliche philosophische Erbe der ersten sieben Jahrhunderte nach Christus – einer Periode, in der die Grundlagen nicht nur der abendländischen und byzantinischen, sondern auch der islamischen Denktradition gelegt worden sind. Mit den detaillierten und umfassenden Darstellungen, die den neuesten Stand der philosophiegeschichtlichen Forschung reflektieren, zielt das Werk darauf ab, für die Philosophie der Kaiserzeit und der Spätantike zur ersten Anlaufstelle für Forschende der Altertumswissenschaften, aber auch der Theologie, der Philosophie, der Judaistik und der Islamwissenschaft sowie allgemein der Geisteswissenschaften zu werden.

Weitere Informationen (pdf)