Identitätskonstruktionen. Zur Rolle der Antike für die europäische und aussereuropäische Selbstfindung

Zweite internationale ZAZH-Tagung, 2. bis 4. Februar 2022

Organisation: Barbara Holler, Christoph Riedweg, Victor Walser, Paul Widmer

 

Die Berufung auf die Antike gehört bis in die jüngste Gegenwart hinein zu den Standardnarrativen, mit denen eine europäische Identität zu begründen versucht wird. Das Bild der Antike bleibt dabei in der Regel unscharf und schillernd: Bald steht das 'klassische' Athen des 5. und 4. Jh. v. Chr., bald die spätrömische Republik im Vordergrund, seltener die römische Kaiserzeit oder die Spätantike. Man feiert die Antike für ihre Erfindung der Gleichheit, der Demokratie und der Philosophie, als Höhepunkt in Kunst, Literatur und Architektur, und man beklagt ihren Niedergang und Fall, verschuldet durch moralische Zersetzung und die Angriffe der Barbaren. Doch man verurteilt die Antike auch wegen Sklaverei und Misogynie, Totalitarismus und Xenophobie, Fundamentalismus und Intoleranz. Mehr

Keynotes

François Bayrou (angefragt)

Prof. Dr. Edith Hall (King's College London)

Dr. Donna Zuckerberg

 

Vortragende (bereits zugesagt)

Dr. Rosa Andújar (King's College London)

 Prof. Dr. Ulrike Babusiaux (Universität Zürich)

Prof. Dr. Wolfgang Behr (Universität Zürich)

Prof. Dr. Mirko Canevaro (University of Edinburgh)

Prof. Dr. Neville Morley (University of Exeter)

Prof. Dr. Jackie Murray (University of Kentucky)

Prof. Dr. Wolfram Kinzig (Universität Bonn)

Prof. Dr. Martin Korenjak (Universität Innsbruck)

Prof. Dr. Stefan Rebenich (Universität Bern)

Prof. Dr. Ulrich Rudolph (Universität Zürich)

Dr. Anna Schriefl (Humboldt-Universität zu Berlin)

Dr. David van Schoor (Rhodes University)