ZAZH-Lectures (Archiv)

Prof. Dr. Mary Beard: „Does Classics have a Future?“

 

Am 10. November 2022 hielt Prof. Dr. Mary Beard die neunte ZAZH-Lecture.

 

Abstract

Mary Beard is one of Britain's best-known Classicists. Cambridge professor and Fellow of Newnham College, she has written numerous books including the Wolfson Prize-winning Pompeii, the best-selling SPQR and the thought-provoking Women & Power. Her latest book is Twelve Caesars — Images of Power from the Ancient World to the Modern.

Mary Beard is a regular media commentator, committed blogger and has made highly-acclaimed television documentaries on the Ancient Wolrd and co-presented the BBC's Civilisations series. She hosted the BBC television arts show, Inside Culture and her recent BBC documentaries, Mary Beard's Forbidden Art attest to her ability to tackle challenging issues head on. Another challenging issue, the future of Classics and their relevance today will be the topic of her ZAZH-Lecture.

  

 

 

Prof. Dr. Hartwin Brandt „Die Kunst des Regierens. Das kaiserzeitliche Imperium Romanum als Aktions- und Kommunikationsraum“ 

Am 19. Oktober 2022 hielt Prof. Dr. Hartwin Brandt (Bamberg) die achte ZAZH-Lecture. 

Die Aufnahme wird ab 14. Dezember verfügbar sein.

Abstract

Seit Augustus gehörte zur Regierungskunst der römischen Principes nicht zuletzt die Konstruktion einer eigenen, unverwechselbaren kaiserlichen Identität ("imago"), die auf allgemeine Akzeptanz zielte. Denn das eigentliche kaiserliche Handeln war von Kontingenz und nur begrenzten Steuerungsmöglichkeiten geprägt. Die Reichsbevölkerung und einzelne wichtige Gruppen der Gesellschaft, deren Zustimmung für den Kaiser zentral war, mussten daher durch mediale Kommunikation (die Ikonographie der Münzen, Inschriften und archäologische Denkmäler) angesprochen und überzeugt werden. Im Vortrag werden diese Modalitäten einer durchaus modern anmutenden Regierungspraxis vorgestellt, analysiert und anhand von Fallstudien erläutert.

  

 

 

Flyer der Lecture

Prof. Dr. Giulia Bonasio „Aristotle’s Good Life and European Identities“

Am 28. September 2022 hielt Prof. Dr. Giulia Bonasio (Durham) im Rahmen ihrer ZAZH-Gastprofessur (Junior) die siebte ZAZH-Lecture.

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Abstract

The virtues of character and the virtues of thinking are at the core of Aristotle's ethics. They have shaped the narrative of identities proposed by philosophers, intellectuals and politicians from late antiquity until now. An approach to Aristotle's ethics that includes the perspective of the Eudemian Ethics highlights that Aristotle's framework accommodates several kinds of good lives and it is sensitive to a wide range of values. The lecture discusses the role of Aristotle's ethical proposal in shaping European identities in particular in relation to ideas on what it means to live a good life on the individual and on the political level.

 

 

Plakat der Lecture von Merle Eisenberg

Prof. Dr. Merle Eisenberg „Pandemics as Historical Actors from the Ancient World to Covid-19“

Die ZAZH-Lecture von Prof. Dr. Merle Eisenberg, die er im Rahmen seiner ZAZH-Gastdozentur am 18. November 2021 hielt, wurde aufgenommen. Sie ist ab jetzt verfügbar.

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Abstract

Plagues and pandemics have repeatedly struck humans from the ancient world through the ongoing Covid-19 pandemic. Yet, disease does not kill in a vacuum, but depends upon various factors including climate, ecology, and humans to shape its impact. This talk will explore these factors through a study of the last great ancient pandemic, the Justinianic Plague (c. 541-750). It will focus not just on its effects but on human innovation, resiliency, and failures during the pandemic. The talk will also reflect upon how modern pandemics including the 1918 Influenza and Covid have shaped how we study the ancient world and what they reveal about human actions during Covid.

 

 

Flyer_ZAZH Lecture Geller

Prof. Dr. Mark Geller „Who Controls the Narrative? ‘Religion’ vs ’Science' in Babylonian Medicine“

Die ZAZH-Lecture von Prof. Dr. Mark Geller, die er im Rahmen seiner ZAZH-Gastdozentur am 28. Oktober 2021 hielt, wurde aufgenommen. Sie ist ab jetzt verfügbar.

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Abstract

Debates regarding the respective roles in antiquity of 'magic' (swayed by religion) and 'medicine' (swayed by non-divine causation) remain largely unresolved. Within Babylon healing therapies, the activities of the ashipu-exorcist and asû-physician appear to reflect similar kinds of treatments and remedies, which can include recitations, medical-ritual, apothecary-prescriptions, invasive procedures, diagnosis, and prognosis. Nevertheless, ancient Babylonian scholarship made clear distinctions between the disciplines of magic and medicine and catalogued numerous texts belonging to each category separately. The present lecture attempts to find out what motivated these medical-magical narratives, which are often considered contradictory, occasionally overlapping, and always incomplete.

 

 

 

Bild Flyer

Prof. Dr. Josiah Ober „Democracy without Liberalism: Must It Be Illiberal Populism?“

Die ZAZH-Lecture von Prof. Dr. Josiah Ober, die er im Rahmen seiner ZAZH-Gastdozentur direkt aus Amerika hielt, wurde aufgenommen. Sie ist ab jetzt verfügbar.

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Flyer Schriefl

Dr. Anna Schriefl „Sprengkraft für den politischen Zusammenhalt – Platon und Aristoteles über Probleme der Reichtumsverteilung“

Am 23. September 2020 hielt Dr. Anna Schriefl (Bonn) im Rahmen ihrer ZAZH-Gastprofessur (Junior) die dritte ZAZH-Lecture.

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Abstract

 

Platon und Aristoteles plädieren in ihren politischen Theorien für Vermögensgrenzen, eine egalitäre Reichtumsverteilung, bisweilen sogar für staatliche Massnahmen der Armutsbekämpfung. Im Zentrum der Argumentation steht bei beiden Denkern die politische Stabilität: Extreme Vermögensunterschiede verursachen soziale Spannungen und erhöhen das Risiko für Umstürze. Insbesondere Armut ist ihrer Meinung nach ein Risiko für die Stabilität einer Gemeinschaft. Wie kommen die beiden Philosophen zu ihrer Einschätzung? Welche Massnahmen schweben ihnen vor? Und widersprechen ihre Theorien der verbreiteten Einschätzung, dass die griechisch-römische Antike keine Hilfspflichten gegenüber Armen kannte?

 

 


 

 

 

 

Schmidt-Hofner

 

Prof. Dr. Sebastian Schmidt-Hofner „Nach dem Fall Roms – eine andere Geschichte der Anfänge des Westgotenreiches in Aquitanien nach Alarich“ (28. November 2019).

 

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Abstract

Am 28. November 2019 hielt Prof. Dr. Sebastian Schmidt-Hofner (Tübingen) im Rahmen seiner ZAZH-Gastdozentur die zweite ZAZH-Lecture zum Thema „Nach dem Fall Roms – eine andere Geschichte der Anfänge des Westgotenreiches in Aquitanien nach Alarich“.

 

410 plünderte der Heeresverband des West‐ bzw. Visigoten Alarich die Stadt Rom; 418, nach weiteren Kriegs‐ und Plünderungszügen, gestand Rom den Westgoten das Recht zu, sich in Südwestgallien anzusiedeln. In den nächsten Jahrzehnten
nutzen die Westgotenkönige die Schwäche des römischen Reiches, um sich ein unabhängiges Königreich zu erkämpfen, das das Imperium im Westen lange überleben sollte. Der Vorgang nimmt einen wichtigen Platz im landläufigen Bild der
Völkerwanderungszeit mitsamt den damit verbundenen Assoziationen von (,barbarischer‘ oder ‚germanischer‘) Massenimmigration, Gewalt und der Zerstörung traditioneller Ordnungen ein. Der Vortrag erprobt eine alternative, neue Perspektive auf die Anfänge des Westgotenreiches und auf die spätantiken Migrationen generell, indem er den Fokus auf die konkreten Auswirkungen in den lokalen Gesellschaften in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht legt und dazu bislang wenig
genutzte Quellen vorstellt.

 

Wann: Donnerstag, 28. November 2019, 18:15 Uhr
Wo: Rämistr. 71 | 8006 Zürich, Hörsaal KOL-F-101
Info: www.zazh.uzh.ch

 

 

 

Radner

Prof. Dr. Karen Radner „Mechanismen assyrischer Macht und wie man sich diesen entzieht“ (8. November 2019)

 

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Abstract

Im Rahmen der 1. ZAZH-Nachwuchstagung zusammen mit dem Münchner Zentrum für Antike Welten (MZAW) der Ludwig-Maximilians-Universität München spricht Prof. Dr. Karen Radner (München) in Ihrem Abendvortrag zu „Mechanismen assyrischer Macht und wie man sich diesen entzieht“.

 

Als das alte Königreich Assyrien zu Beginn des ersten Jahrtausends v. Chr. zur vorherrschenden Macht im gesamten Nahen Osten aufstieg, prägten die Meinungen und Vorlieben der imperialen Kernregion im heutigen Nordirak das Leben einer Vielzahl von Menschen zwischen dem Nil und dem Kaspischen Meer. Was hat das assyrische Reich so erfolgreich gemacht? Und war es überhaupt möglich, sich diesem beispielhaften «predatory lowland state» zu entziehen?


Wann: Freitag, 8. November 2019, 18:30 Uhr
Wo: Rämistrasse 71 | 8006 Zürich, Hörsaal KOL-F-117
Info: www.zazh.uzh.ch