ZAZH-Lectures (Archiv)

Schmidt-Hofner

Prof. Dr. Sebastian Schmidt-Hofner „Nach dem Fall Roms – eine andere Geschichte der Anfänge des Westgotenreiches in Aquitanien nach Alarich“ (28. November 2019).

Abstract

Am 28. November 2019 hielt Prof. Dr. Sebastian Schmidt-Hofner (Tübingen) im Rahmen seiner ZAZH-Gastdozentur die zweite ZAZH-Lecture zum Thema „Nach dem Fall Roms – eine andere Geschichte der Anfänge des Westgotenreiches in Aquitanien nach Alarich“.

 

410 plünderte der Heeresverband des West‐ bzw. Visigoten Alarich die Stadt Rom; 418, nach weiteren Kriegs‐ und Plünderungszügen, gestand Rom den Westgoten das Recht zu, sich in Südwestgallien anzusiedeln. In den nächsten Jahrzehnten
nutzen die Westgotenkönige die Schwäche des römischen Reiches, um sich ein unabhängiges Königreich zu erkämpfen, das das Imperium im Westen lange überleben sollte. Der Vorgang nimmt einen wichtigen Platz im landläufigen Bild der
Völkerwanderungszeit mitsamt den damit verbundenen Assoziationen von (,barbarischer‘ oder ‚germanischer‘) Massenimmigration, Gewalt und der Zerstörung traditioneller Ordnungen ein. Der Vortrag erprobt eine alternative, neue Perspektive auf die Anfänge des Westgotenreiches und auf die spätantiken Migrationen generell, indem er den Fokus auf die konkreten Auswirkungen in den lokalen Gesellschaften in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht legt und dazu bislang wenig
genutzte Quellen vorstellt.

 

Wann: Donnerstag, 28. November 2019, 18:15 Uhr
Wo: Rämistr. 71 | 8006 Zürich, Hörsaal KOL-F-101
Info: www.zazh.uzh.ch

 

 

 

Radner

Prof. Dr. Karen Radner „Mechanismen assyrischer Macht und wie man sich diesen entzieht“ (8. November 2019)

Abstract

Im Rahmen der 1. ZAZH-Nachwuchstagung zusammen mit dem Münchner Zentrum für Antike Welten (MZAW) der Ludwig-Maximilians-Universität München spricht Prof. Dr. Karen Radner (München) in Ihrem Abendvortrag zu „Mechanismen assyrischer Macht und wie man sich diesen entzieht“.

 

Als das alte Königreich Assyrien zu Beginn des ersten Jahrtausends v. Chr. zur vorherrschenden Macht im gesamten Nahen Osten aufstieg, prägten die Meinungen und Vorlieben der imperialen Kernregion im heutigen Nordirak das Leben einer Vielzahl von Menschen zwischen dem Nil und dem Kaspischen Meer. Was hat das assyrische Reich so erfolgreich gemacht? Und war es überhaupt möglich, sich diesem beispielhaften «predatory lowland state» zu entziehen?


Wann: Freitag, 8. November 2019, 18:30 Uhr
Wo: Rämistrasse 71 | 8006 Zürich, Hörsaal KOL-F-117
Info: www.zazh.uzh.ch